Vereinfacht malen oder zeichnen = Abstrahieren



Wie kann man sich vom Original lösen?
1.       Blinzeln -> Beschränken der Feinheiten
2.       Beschränken der Farben
3.       „Dicke“ Pinsel benutzen
4.       Nicht vorsichtig sein
 
  • Vorzeichnen wie sonst (kein Flächen ausmalen!)
  • Vorgehen wie oben angegeben
  • Ist jetzt noch ein weiterer Strich notwendig? (Entscheide das erst, wenn du dein Bild aus der Ferne betrachtet hast!!!)
  • Lieber einen Strich zu wenig als zu viel!



8 essenzielle Tipps zum Malen von William Hook



  • Zeichne sorgfältig vor, löse Kompositionsprobleme erst, so dass wenn du malst keine Probleme mehr
    auftauchen können.
  • Male den Mittelgrund zuerst. So kannst du einschätzen und entscheiden, wo der Fokus sein soll. 
  • Widerstehe der Versuchung eine Szene vertikal zu verlängern, speziell bei Landschaften, denn so
    verlöre man den Effekt der Weite.
  • Benutze einen breiten Pinsel, so dass man sich nicht in Details verlieren kann. 
  • Sei konsequent bei der Behandlung der Lichtquelle um ein überzeugendes Gemälde zu schaffen. 
  • Male negative Flächen spät und nutze jene Zeit, um vorige Pinselstriche festzulegen oder zu verändern. 
  • Setze reine Farben an drei verschiedene Stellen im Bild, so dass eine Balance entsteht. 
  • Vereinfache und variiere deine Pinselführung.

Noch Fragen? O:-) Die kann man ganz anonym im Kommentar stellen...


Wasserlösliche Ölfarben 2



  • Es sind Ölfarben! Sie sind nicht wasserbasierend wie Acrylfarben.
  • Keine toxischen Gase (gut für Tiere und Allergiker)
  • Wasser ist zum Waschen da (->Pinselauswaschen) – nicht zum Verdünnen der Farbe.
  • Die Farbe trocknet durch Oxidation -> Sauerstoff, nicht durch Wärme. Fönen zwecklos.
  • Es gibt verschiedenste Medien zum Verdünnen, schnelles Trocknen.
  • Wasserlösliche Ölfarben kann man mit traditionellen Ölfarben mischen (80% zu 20%), dann ist sie immer noch wasserlöslich.
  • Traditionelle Ölfarbe ist ergiebiger als wasserlösliche, aber man benötigt immer noch sehr viel weniger als bei Acryl.
  • Ölfarben sind noch am nächsten Tag nutzbar (abdecken, am besten sauerstoffundurchlässig) – verliert erst langsam an Elastizität (-> Gummi)
  • Trocknen am besten im hellen, luftigen Raum.
  • Gut zu transportieren (Auto, Flugzeug, Pferderücken)
  • Untergründe: Leinwände, Papier, Holz mit Acryl- und/oder Gessobelag
  • Acrylbilder lassen sich gut mit Öl übermalen oder verbessern
  • Acrylpinsel gehen gut mit Ölfarben, für Übergänge auch Aquarellpinsel
  • Leinöl macht Farbe noch geschmeidiger, aber auch weniger deckend.
  • Wenn zunächst Öl aus der Tube quillt – kein Problem: wieder schließen, kneten, öffnen; bei gleichem Ergebnis Farbe mit Öl auf Teller mischen.
  • Das Trocknen dauert länger, wenn man viele weiße Pigmente verwendet.
  • Dunkle Pigmente verlieren getrocknet oft den Glanz. Fixativ holt ihn wieder hervor.
  • Wie bei Acryl: Pinsel mit warmem Wasser und Kernseife reinigen, kann jedoch auch am nächsten Tag sein.
  • Malt - wenn es geht - immer von Dunkel und Satt nach Hell und Pastell (größter Unterschied zu Acryl!)

Öl auf Acryl - Acryl auf Öl?

Logischerweise ist es kein Problem auf einer Acrylgrundlage mit Ölfarben zu malen.

So kann man Acrylfarbe sehr gut als Untermalungen für Ölgemälde nutzen. Allerdings sollte man keine Flächen der Acrylfarbe stehen lassen, denn den Unterschied zwischen Acryl- und Ölfarbe ist im trockenen Zustand meistens zu sehen.

Es wird behauptet, dass man auf Ölfarben nicht mit Acryl malen könne. Wenn die Öberfläche nicht glänzend oder sehr glatt sind, klappt es dennoch. Um besonders glatte Oberflächen aufzurauen, kann man ein feines Schmirgelpapier nutzen. Anschließend hält Die Acrylfarbe sehr gut.

Es ist also ratsam, nicht alle Behauptungen als Fakt hinzunehmen. Setzt euch drüber hinweg! O:-)

Wolken 2



Erst einmal sind Wolken selten einfach nur weiß, besonders, wenn sie sich entfernen.

Weil eine Wolke eine gewölbte modellierte Masse ist, sind die hellsten Stellen selten an den Rändern, es sei denn, sie stehen zwischen dir und der Sonne -> „silver lining“
Für einen starken Himmel ist weniger mehr.

Beim Vergleich zwischen großen und kleinen Wolken fällt auf, dass kleine Wolken dunkler sind als große, weil sie trotz ihrer Sichtbarkeit halbtransparent sind und deshalb die Kühle des Himmels annehmen. Der Himmel scheint also durch sie hindurch. Dementsprechend haben die großen Wolken ein größeres Tonwert-Spektrum.

An einem wolkigen Tag scheint es so zu sein, als kämen die Wolken aus nur einem Viertel des Himmels („point-of-wind“). Es sieht ähnlich aus, wie Bahnschienen, die aus der Ferne auf dich zukommen – nur eben im Himmel. Mit dieser Tatsache kann man an seiner Komposition feilen.

  
 William Nicholson
  







 Marc Hanson

Wolken 1



John F. Carlson: „The sky is the key to the landscape.“ Der Himmel ist der Schlüssel zur Landschaft. Er teilt uns mit, wie die Wetterbedingungen und die Stimmung (vielleicht auch unsere eigene) sind.

Wenn der Himmel so wichtig ist, werden Wolken zu Agenten jener dynamischen Kräfte. O;-)

Die Physik sagt uns, dass Wolken aus Partikeln, Wasser oder Eis besteht, die durch Kondensation in der Höhe des Himmels sichtbar geworden sind. Sie hängen in unterschiedlichen Höhen, von denen ihre Form und ihr Charakter abhängen. Wolken sind also gesammelter Wasserdampf, der in der Höhe kondensiert und deshalb sichtbar ist. Sie sind unterschiedlich dicht und immer in Bewegung.

Wegen dieser vielen Unterschiede differieren sie in Farbe und Tonwert.

Leichte weiße Wolken sind am weißesten und kühlsten im Zenit und werden in der Ferne ein wenig dunkler und wärmer (altrosa).

Schwerere Kumuluswolken (Haufenwolken) haben eine betonte Basis. Sie ähnelt einer Seifenblase, die auf dem Wasser gleitet. Oben ist sie rund und unten flach. Im Zenit sind ihre Unterseiten am dunkelsten und wärmsten, während sie in der Ferne immer heller und kühler wirken.

Die Kontraste zwischen Ober- und Unterseite der Wolken werden schwächer, je näher sie dem Horizont kommen.

Fast nie sind dunkle Wolken dunkler als die Erdflächen.

 
Joe Paquet

 
Jean LeGassick